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# Aufrollen von Schichten und Ecken

Dieses Problem kann etwas nachahmen, das wie Verzug aussieht, aber statt dass sich das Teil von der Bauplatte weg verzieht, scheinen sich die einzelnen Schichten nach oben zu verziehen, was wir als Curling bezeichnen. Sie werden feststellen, dass die Lösungen für dieses Problem fast genau das Gegenteil derer sind, die auf der „[Verzug](https://us.polymaker.com/blogs/3d-printing-tips/warping)”-Seite angegeben sind, da dieses Curling-Problem eigentlich nichts mit Verzug zu tun hat.

<figure><img src="/files/ad43783599c4c22d50befb7371fd1da54b500074" alt=""><figcaption></figcaption></figure>

### **Aktiven Kühlventilator einschalten**

Curling-Probleme treten am häufigsten auf, wenn PLA ohne aktiven Kühlventilator oder mit unzureichender Lüftergeschwindigkeit gedruckt wird. Optimales PLA-Drucken erfordert in der Regel, dass der Kühlventilator nach Abschluss der ersten Schicht mit 100 % Leistung aktiviert wird.

**Visueller Nachweis**\
Der bereitgestellte Vergleich zeigt PLA-Drucke mit identischen Einstellungen:

* **Linker Druck:** Kein aktiver Kühlventilator
* **Rechter Druck:** 100 % Lüftergeschwindigkeit nach der ersten Schicht

**Wichtige Faktoren**

* **Materialverhalten:** Das schnelle Erstarren von PLA profitiert von forcierter Kühlung
* **Schichthaftung:** Kontrollierte Kühlung verhindert Verzug während der Kristallisation
* **Qualitätssicherung:** Konsequente Aktivierung des Lüfters erhält die Maßhaltigkeit

**Umsetzungsrichtlinien**

* **Protokoll für die erste Schicht:** Kühlung während des Auftragens der ersten Schicht deaktivieren
* **Lüfteranlauf:** Lüftergeschwindigkeit bei der Initialisierung der zweiten Schicht schrittweise erhöhen
* **Hardwareprüfung:** Funktion des Lüfters vor längeren Drucken prüfen

![](https://cdn.shopify.com/s/files/1/0548/7299/7945/files/Curling_600x600.png?v=1711482250)

Aktive Kühlventilatoren sind, obwohl sie die Schichthaftung bei bestimmten Materialien potenziell beeinträchtigen können, für den PLA-Druck weiterhin unerlässlich. Das Fehlen aktiver Kühlung während der PLA-Extrusion führt konsequent zu Oberflächenfehlern und zum Curling der obersten Schichten.

**Materialspezifische Richtlinien**

* **Anforderungen für PLA:** Aktive Kühlung für eine optimale Oberflächenqualität obligatorisch
* **Allgemeines Protokoll:** Herstellerangaben zu materialspezifischen Kühlanforderungen konsultieren

**Umgebungsfaktoren**

* **Temperaturempfindlichkeit:** Übermäßige Umgebungshitze verschlimmert Curling, insbesondere in geschlossenen Kammern
* **PLA-Kammernutzung:** Geschlossene Umgebungen vermeiden aufgrund der niedrigen Glasübergangstemperatur von PLA (\~60 °C)
* **Allgemeine Regeln für Gehäuse:** Offene Kammerkonstruktionen werden für Materialien ohne Verzugstendenz empfohlen

**Umsetzungsstrategien**

* **Anforderungen an die Belüftung:** Offene Luftumgebungen für den PLA-Druck beibehalten
* **Gehäusemanagement:** Deckel abnehmen/Türen öffnen während der PLA-Extrusion
* **Thermische Überwachung:** Sicherstellen, dass die Kammertemperaturen unter den materialspezifischen Grenzwerten bleiben

**Technische Begründung**

* **Kontrolle der Kristallisation:** Forcierte Kühlung beschleunigt das Erstarren von PLA
* **Verzugsvermeidung:** Die Regulierung der Umgebungstemperatur erhält die Maßhaltigkeit
* **Materialverträglichkeit:** Hochtemperaturmaterialien (z. B. ABS) erfordern in der Regel geschlossene Kammern, im Gegensatz zu PLA

### **Nicht genug Zeit zum Abkühlen der Schichten**

Wenn Sie einen kleinen Bereich Ihres Drucks drucken, bei dem jede Schicht schnell hintereinander auf der vorherigen aufbaut, hatte die vorherige Schicht möglicherweise nicht genug Zeit, abzukühlen. Deshalb gibt es in Cura unter dem Abschnitt „Kühlung“ die Einstellung „Minimale Schichtzeit“.

![](https://cdn.shopify.com/s/files/1/0548/7299/7945/files/Cura_600x600.png?v=1711482669)

**Verwaltung der Schichtzeit**\
Eine minimale Schichtzeit von 3–5 Sekunden erweist sich für die meisten Materialien als wirksam. Wenn sie aktiviert ist, pausiert der Drucker, wenn Schichten schneller als die eingestellte Dauer (z. B. 3 Sekunden) fertig werden, und verhindert so das vorzeitige Auftragen auf noch nicht abgekühlte Schichten. In Kombination mit der Funktion „Druckkopf anheben“ von Cura wird die Kühlung verbessert, indem die Düse während der Pausen physisch vom Druck getrennt wird.

**Überlegungen zur Schichthöhe**

* **Risiken bei niedriger Schichthöhe:** Dünnere Schichten (z. B. 0,1 mm) weisen im Vergleich zu dickeren (z. B. 0,3 mm) eine geringere Steifigkeit auf, was die Anfälligkeit für Curling erhöht
* **Lösungen:** Erhöhen Sie die Schichthöhe oder die Druckgeschwindigkeit, um die strukturelle Stabilität zu verbessern

**Temperaturkontrolle**

* **Extrusionsrichtlinien:** Im vom Hersteller vorgegebenen Temperaturbereich arbeiten
* **Protokoll für kleine Düsen:** Temperaturen bei Verwendung von Düsen unter 0,4 mm mit dünnen Schichten auf den unteren Bereich des empfohlenen Bereichs senken

**Optimierung der Stützstrukturen**

* **Materialspezifische Winkel:**
  * **PLA:** Stützen ab Überhängen von ≥55° empfohlen
  * **ABS/ASA:** Stützen ab ≥45° erforderlich aufgrund von Kühlungsbeschränkungen
* **Begründung:** Eingeschränkter Lüftereinsatz bei verzugsanfälligen Materialien erfordert konservative Stützgrenzwerte

**Materialhandhabung**

* **Feuchtigkeitsminderung:** Anhaltendes Curling nach anderen Anpassungen deutet auf eine mögliche Hydrierung des Filaments hin
* **Trocknungsprotokoll:** Spulen mit Filamenttrocknern oder kontrollierten Heizumgebungen entwässern

**Umsetzungsmatrix**

| Problem                   | Lösung                                           | Technische Begründung                     |
| ------------------------- | ------------------------------------------------ | ----------------------------------------- |
| Schnelle Schichten        | 3–5 s Schichtzeit + Druckkopf anheben aktivieren | Verhindert Wärmeaufbau                    |
| Dünne Schichten           | Höhe/Geschwindigkeit erhöhen                     | Verbessert die Schichtsteifigkeit         |
| Hohe Temperaturen         | Düsentemperatur senken                           | Reduziert die Plastizität des Materials   |
| Nicht unterstützte Winkel | Stützgrenzwerte anpassen                         | Gleicht begrenzte Kühlung aus             |
| Feuchtigkeit              | Filament trocknen                                | Beseitigt durch Dampf verursachten Verzug |

## **Zusammenfassung der Möglichkeiten, das Curling von Schichten und Winkeln bei 3D-Drucken zu reduzieren**

* Stellen Sie sicher, dass Ihr aktiver Kühlventilator eingeschaltet ist, wenn Ihr Material dies erfordert. Bei PLA-Druck wird nach der ersten Schicht eine Lüftergeschwindigkeit von 100 % empfohlen.
* Stellen Sie sicher, dass die Umgebungsluft sich nicht der Glasübergangstemperatur des\
  Materials nähert, das Sie drucken. PLA sollte nicht in einer vollständig geschlossenen Maschine gedruckt werden.
* Stellen Sie in Cura eine minimale Schichtzeit von mindestens 3 Sekunden ein, damit jede\
  Schicht genug Zeit zum Abkühlen hat.
* Niedrige Schichthöhen haben weniger Steifigkeit, daher hilft es, die Schichthöhe oder\
  die Druckgeschwindigkeit zu erhöhen.
* Reduzieren Sie die Drucktemperatur, insbesondere beim Drucken mit niedrigen Schichthöhen auf\
  kleinen Düsendurchmessern.
* Aktivieren Sie Stützstrukturen und verringern Sie den Winkel, ab dem sie erforderlich sind,\
  besonders bei Materialien, die keinen aktiven Kühlventilator verwenden können.
* Entfernen Sie Feuchtigkeit aus Ihrem Material, wenn Sie alle oben genannten Methoden ausprobiert haben.

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